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Platz 2 für Nordhorn bei den fahrradfreundlichsten Städten Deutschlands

Ergebnisse des ADFC-Fahrradklimatest vorgestellt – Preisübergabe in Berlin

Nordhorn. Die Stadt Nordhorn hat ihren zweiten Platz unter den fahrradfreundlichste Städten in Deutschland behauptet und zudem auf den Spitzenreiter aufgeholt. Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen ADFC-Fahrradklimatests, die heute im Bundesverkehrsministerium in Berlin vorgestellt wurden. Bürgermeister Thomas Berling nahm die Auszeichnung von Staatssekretär Enak Ferlemann und vom ADFC-Bundesvorsitzenden Ulrich Syberg entgegen.

Nordhorn liegt in der Größenklasse der Städte zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Ranking der sogenannten „Spitzenreiter“ knapp hinter der Gewinnerstadt Bocholt, ist aber im niedersächsischen Vergleich die Stadt mit der besten Gesamtnote überhaupt. Sie erhielt bei der großen Bürgerumfrage des ADFC, an der rund 120.000 Radfahrerinnen und Radfahrer aus ganz Deutschland teilnahmen, die Gesamtnote von 2,59. Beim letzten Fahrradklimatest zwei Jahre zuvor hatte Nordhorn ebenfalls den zweiten Platz hinter Bocholt erreicht. Die Stadt Nordhorn wird damit besser bewertet als die Stadt Münster (Gesamtnote 3,07), die bekannteste große Fahrradstadt im Umkreis.

Bürgermeister Thomas Berling war gemeinsam mit dem Stadtratsvorsitzenden Ewald Mülstegen, VVV-Stadtmarketing-Geschäftsführer Matthias Bönemann, der stellvertretenden Stadtbaurätin Milena Schauer, der für Straßen und Radwege zuständigen Abteilungsleiterin Birgit Glahe und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Nordhorner ADFC Lambertus Arends nach Berlin zur Verleihung der Auszeichnung gereist. Auch die beiden Bundestagsabgeordneten Daniela de Ridder und Albert Stegemann nahmen an der Preisverleihung im Bundesverkehrsministerium teil. Dass Nordhorn nach dem Überraschungserfolg im vorletzten Jahr weiterhin zu den besten Adressen für Fahrradfreundlichkeit zählt, freut alle Beteiligten:

„Die stetige Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit ist eines der Top-Themen, mit denen wir uns im Rat und in der Verwaltung in den vergangenen Jahren beschäftigt haben. Diese Auszeichnung ist eine wichtige Bestätigung dafür, dass unsere Anstrengungen tatsächlich Wirkung zeigen und bei den Bürgerinnen und Bürgern gut ankommen“, sagt Bürgermeister Thomas Berling.

Lambertus Arends vom ADFC Nordhorn kann aus eigener Erfahrung bestätigen, wie attraktiv das örtliche Radwegenetz im Vergleich zu anderen Kommunen ist. Sein Ortsverein führt jedes Jahr zahlreiche Radtouren in die Region und andere Städte durch, 50.000 bis 80.000 Kilometer Strecke kommen dabei zusammen. „Nordhorn sticht unter den vergleichbaren Städten schon deutlich hervor, was den Zustand der Radwege, das Wegenetz und Abstellmöglichkeiten angeht. Natürlich sehen wir vom ADFC auch in Nordhorn noch an einigen Stellen Verbesserungsbedarf, aber sowohl in der Freizeit als auch bei alltäglichen Erledigungen ist man in Nordhorn schon heute mit dem Fahrrad einfach am besten unterwegs.“

Für Matthias Bönemann vom Stadtmarketing ist das ausgezeichnete Radwegenetz in der Wasserstadt Nordhorn vor allem aus touristischer Sicht bedeutsam: „Wir Nordhorner lieben und schätzen die wunderbaren Fahrradwege durch eine einzigartige Naturlandschaft, zum Beispiel entlang der Vechte oder der Kanäle. Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn diese hohe Auszeichnung dazu beitragen würde, dass noch mehr Fahrradbegeisterte von Außerhalb auf uns aufmerksam werden.“

Auch der Ratsvorsitzende Ewald Mülstegen freut sich über den zweiten Platz: „Das ist auf der einen Seite ein tolles Marketinginstrument für die Stadt. Auf der anderen Seite ist es auch ein Ansporn für uns im Stadtrat, weiterhin mit Nachdruck an den Konzepten für ein noch fahrradfreundlicheres Nordhorn zu arbeiten.“

Zurzeit arbeitet die Stadt Nordhorn an einem neuen Radwegeverkehrskonzept für die Zukunft, an dessen Erstellung auch die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden. „Wir werden auch die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklimatests genau unter die Lupe nehmen und eventuelle Kritikpunkte in das Konzept einfließen lassen“, sind sich die zuständigen Abteilungsleiterinnen Milena Schauer und Birgit Glahe einig. Diesen Herbst soll der Politik ein erster Entwurf vorgelegt werden.

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Redaktion Ems-Vechte-News

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