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Lingener Naturgartenwettbewerb feiert 30-jähriges Jubiläum

Stadt Lingen zeichnet die Gewinner des Naturgartenwettbewerbs 2017 aus

Lingen. Seit genau 30 Jahren findet in Lingen der Naturgartenwettbewerb statt. Die Stadt Lingen verleiht in diesem Jahr zum 20. Mal den Preis für den besten Naturgarten im Raum Lingen. In diesem Jahr gab es zehn Teilnehmer, die ihre heimischen Bäume und Sträucher präsentierten. Bei den Naturgärten stehen Ästhetik, Naturschutz, der Umgang mit heimischen Wildpflanzen sowie der Spaß an der Natur im Vordergrund. Die Gärten wurden von einer dreiköpfigen Fachjury begutachtet. Sie bewertet die Naturgärten nach verschiedenen Kriterien: Gibt es in dem Naturgarten eine Wildblumenwiese, Kräuterbeet, heimische Flora und Bienenweiden? Wie gehen die Besitzer des Naturgartens mit Regenwasser und Grünabfällen um? Kriterien wie diese waren bei der Bewertung der Naturgärten ausschlaggebend.

Die Gewinner des Naturgartenwettbewerbs 2017 sind Jutta und Werner Reker aus Clusorth-Bramhar. Den zweiten Platz belegen Marianne und Rudolf Schockmann aus Wachendorf. Über den dritten Platz darf sich Klaus Schüder aus dem Lingener Stadtgebiet freuen. Lingens Erster Bürgermeister Heinz Tellmann überreichte den Gewinnern Urkunden für die schönsten Naturgärten. Naturgartenfreund Johannes Wiemker aus Darme erhielt einen Sonderpreis für seinen Natur- und Künstlergarten. Er stellt seinen Garten immer wieder der Öffentlichkeit für Besichtigungen zur Verfügung und weckt bei den Besuchern das Interesse für das Thema „Mehr Natur im Garten“ und die Neugierde für diese Art der Gartenbewirtschaftung. „Auf die Namen Reker, Schockmann, Schüder und Wiemker stößt man in den Teilnehmer- und Siegerlisten des Naturgartenwettbewerbs immer wieder. Sie sind zu Gesichtern des Naturgartenwettbewerbs in Lingen geworden“, kommentierte der Erste Bürgermeister die Preisverleihung.

Im Vorfeld besichtigten die Teilnehmer des Wettbewerbs den Naturgarten von Barbara und Reinhard Ahrens aus dem Gauerbach, die ebenfalls an dem Wettbewerb teilgenommen hatten. Tellmann dankte dem Ehepaar für die Führung durch den Garten und die ausführlichen Erläuterungen.

In den vergangenen 30 Jahren hat sich ein fester Kreis von Naturgärtnern entwickelt. Die verschiedenen Naturgärten werden auf die unterschiedlichste Weise gestaltet. Bei allen Gärten stehen jedoch die großen Bemühungen zur Erhaltung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt, der Verbesserung ihrer Lebensräume und der Erhöhung der Artenvielfalt im Mittelpunkt.

Die Stadt Lingen erhofft sich, weitere Naturgartenfreunde zu gewinnen. Sie wirbt für das Anlegen naturnaher Gärten und wünscht sich im Interesse des ökologischen Gleichgewichts, dass bei der Gartenneugestaltung oder -umgestaltung die Aspekte eines Naturgartens nicht vergessen werden. Schon kleine Maßnahmen, wie beispielsweise heimische und standortgerechte Pflanzen wählen oder eine kleine Blumenwiese anlegen, kann jeder Gartenbesitzer durchführen. Darüber hinaus ist im Neuen Rathaus beim Fachdienst Umwelt eine kostenlose Broschüre erhältlich, die nähere Informationen und Tipps für mehr Natur im Garten sowie die Bewertungskriterien der Stadt Lingen enthält.

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Redaktion Ems-Vechte-News

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