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Anna macht Urlaub in der Slowakei

Urlaub machen in der Slowakei? – Natürlich, besonders wenn du dich gern sportlich betätigst

Von Anna Franzen. Nach ein paar Wochen der Abstinenz, aus verschiedenen Gründen, melde ich mich mal wieder mit einem neuen Kolumnenbeitrag zum Thema Reisen zurück. Hast du schon einmal genauer über die Slowakei als Urlaubsland nachgedacht? Nein? Dann gebe ich dir heute ein paar wichtige Gründe, warum du das einmal tun solltest! Auch ich wäre nicht so schnell in die Slowakei gereist, hätte ich nicht jemanden durch Heirat in meiner Familie, der aus diesem Land kommt und seinen Geburtstag dort gefeiert hat. Dank dieser Person habe ich ein wundervolles Land kennengelernt.

Im Sommer und im Winter kalt: Die Wasserfälle im Tatra-Gebirge. (Foto: Anna Franzen)
Im Sommer und im Winter kalt: Die Wasserfälle im Tatra-Gebirge.
(Foto: Anna Franzen)

Vielleicht denkst du Länder, wie Polen oder eben die Slowakei sind noch total unterentwickelt. Das sind sie allerdings schon lange nicht mehr. Die Infrastruktur wird immer besser und große Firmen, wie VW oder Continental haben riesige Produktionsstätten z.B. bei Bratislava aufgebaut. Die Hauptstadt von der Slowakei konnte ich leider nicht besichtigen, dafür lernte ich aber Kežmarok (Käsemark), Košice (Kaschau) und Poprad im Osten der Slowakei kennen und wanderte im Tatra Gebirge.

Dies sind meine Gründe, warum du über einen Urlaub in der Slowakei nachdenken solltest:

  1. Die Slowakei ist sowohl mit dem Auto als auch mit der Bahn oder dem Flugzeug ganz gut zu erreichen. Zugegeben: es gibt keinen Direktflug, auch nicht nach Bratislava, von Deutschland aus. Aber Austrian Airlines fliegt von Düsseldorf über Wien nach Košice, den zweiten Teil sogar mit Propellermaschine. Das sollte auch einmal auf deiner To Do-Liste stehen. Natürlich dauert es mit dem Auto oder dem Zug ein wenig länger, bzw. du musst öfter umsteigen, aber es ist günstiger, als mit dem Flugzeug anzureisen und du bist vor Ort mobiler.
  2. Die Leute sind sehr gastfreundlich, wenn auch zurückhaltend. Es kommt jetzt vielleicht kein Slowake auf dich zugerannt und möchte sich nur noch mit dir beschäftigen. Aber sie scheinen alle fleißig Fremdsprachen zu lernen. Ich lernte viele kennen, die mit Deutsch eher etwas anfangen konnten, als mit Englisch. Im Osten der Slowakei ist ein gutes Englisch für Touris also nicht so relevant.
  3. In der Slowakei gibt es eine wunderbare Esskultur, auch wenn ein Nein nicht akzeptiert wird. Wer schon einmal von Weißbrotknödeln oder Pierogie Ruskie mit gekochten Kartoffeln und Frischkäse (yummy) gehört hat, weiß, was ich meine. Auch Borschtsch ist ein slowakisches Volksgericht. Es handelt sich um eine Suppe aus Roter Bete, Zwiebeln, Weißkohl, Karotten, Kartoffeln, Tomaten und Rindfleisch, die mit einer Crème fraiche Haube oder Schmand serviert wird. Auch in Russland oder der Ukraine wird sie auf diese Weise zubereitet. In Polen handelt es sich eher um eine klarere Brühe. Du kannst mir glauben, dass Borschtsch zur kalten Jahreszeit ganz besonders gut schmeckt und auch einmal eine ganze Mahlzeit ersetzen kann. Andere slowakische Spezialitäten sind die Knoblauchsuppe oder der Knoblauchkäse.
  4. Die Tatra (ein Gebirgszug) bietet für Kletterer und Wanderer jede Menge Spaß. Ich war erst vor einigen Tagen dort und die kurze Wanderung im Skigebiet Hrebienok erfolgte im Schnee. Wir fuhren mit einer Seilbahn in Stary Smokovec Vysoke Tatry den Berg hoch und wanderten dann zu den Vodapady (Wasserfälle). Von dort gibt es aber auch viele verschiedene Wanderwege zu erkunden oder du fährst Schlitten. Wenn du im Sommer anreist, dann bedenke, dass die Wasserfälle aus dem Gletschergebirge stammen und deswegen auch im Sommer nicht wärmer als 4°C werden. Da ist also nichts mit schwimmen angesagt. ☺
  5. Die Altstädte in Osteuropa finde ich besonders bezaubernd und auch die Slowakei bietet ganz schöne. Ich besichtigte Košice, Kežmarok und Poprad. Kežmarok bietet einen kleinen Rundgang, der an allen wichtigen Sehenwürdigkeiten vorbeiführt. Angefangen bei der Hrad (Spätgotische Burg) gibt es z.B. noch die evanglische Holzkirche von 1717 zu erkunden. Der Ort ist bekannt für seinen Knoblauchkäse, es lohnt sich also auch das ein oder andere traditionelle Geschäft zu besuchen. Košice ist eine Stadt mit Flughafen, bei dem wir zum Beispiel gelandet sind. Die Altstadt mit dem Dom oder dem Nationaltheater ist ganz besonders schön und erinnerte mich ein wenig an Gdansk, was die Aneinandereihung der Häuser anging zum Beispiel. Poprad ist neben Kežmarok auch eine Kreisstadt und die größte Stadt der Tatry Region. Auch hier gibt es einen Flughafen, aber leider keine deutsche Airline. Die Stadt ist der industrielle Mittelpunkt der Region.

    Die Slowaken mögen es farbig: Bunte Häuser in Kežmarok. (Foto: Anna Franzen)
    Die Slowaken mögen es farbig: Bunte Häuser in Kežmarok.
    (Foto: Anna Franzen)
  6. Die Slowakei ist bunt. Es wird wenig mit Klinkern oder Backsteinen gebaut. Oftmals haben die Häuser eine verputzte Wand. Mir fiel auf, dass blau und rosa/pink besondery „in“ zu sein schienen. Die Farben kamen neben rot, gelb und grün mit am häufigsten vor. So ergab auch das Stadtbild von so mancher Stadt einen fröhlichen Charakter.

Diese 6 Gründe in die Slowakei zu reisen sind natürlich subjektiv, das ist ja logisch. Wenn du gerne wandern gehst und dich für Architektur, Geschichte und Kultur interessierst, dann solltest du unbedingt einmal in dieses schöne Land reisen. Bist du eher ein Kulturbanause, so kannst du vielleicht auch in meinem Blog andere Destinationen finden. ☺

Bis bald – Deine Anna

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Redaktion Ems-Vechte-News

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