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Angeltrends 2017: Expertengespräch mit Lars Albers und Daniel Schrovenwever von Angelsport Grüppen in Emlichheim

Wettangel-Highlight “Maver Grüppen Cup” im Herbst

– Promotion – Für Lars Albers und Daniel Schrovenwever, die beiden Angelexperten von Angelsport Grüppen in Emlichheim, beginnt sie jetzt wieder: die Zeit, in der die Angler in der Region für die Saison 2017 bei ihnen im Fachgeschäft an der Bahnhofstrasse vorbeikommen, um ihre Ausrüstung klarzumachen und um Zubehör, Verbrauchsmaterialien und Köder zu kaufen. Sobald es die steigenden Temperaturen des Frühlings wieder zulassen, treibt es den geneigten Sportfischer an die Gewässer. Einer der Stichtage ist dabei tatsächlich der 1. Mai mit dem verlängerten Wochenende, das viele Angler für ihren persönlichen Start in die Saison nutzen. “Früher war es das Osterwochenende”, meint Lars Albers. “Da war unser Köder-Kühlschrank innerhalb kürzester Zeit leer gekauft”, erinnert er sich. In den letzten Jahren habe das Wetter allerdings nicht mitgespielt und sich der Saisonstart so auf Anfang Mai verlegt. So wirken sich globale klimatische Veränderungen auch auf den Angelsport aus.

Wobei auch der Winter keine vergeudete Hobby-Zeit darstellt, wie Lars Albers weiß. “Für Karpfenangler sind die kalten Monate nicht ganz so interessant, für Raubfischangler aber durchaus zu nutzen”, meint er. Daniel Schrovenwever und er waren zum Beispiel in den Niederlanden unterwegs, um dort in den Kanälen zu fischen. Die Zeit können Hechtangler – noch vor der im Frühjahr bestehenden Schonzeit für Raubfische – unter anderem für das so genannte “Deadbaiting” nutzen, um größere Exemplare mit Köderfischen oder gefrorenen Fischködern zu fangen.

“Viele Angler nutzen diese Zeit auch, um sich über neue Angebote und Produkte zu informieren, sei es im Internet oder auf Messen”, berichtet Albers. Angelsport Grüppen hat im Februar mit großem Erfolg die jährliche Hausmesse abgehalten. Zahlreiche Besucher kamen, um sich vor Ort die neue Ware der Hersteller zeigen zu lassen. Die Kiepen und Ruten selbst einmal in der Hand zu haben und von Angesicht zu Angesicht über den Angelsport zu sprechen, hat dann doch noch einmal eine andere Qualität, als sich die Dinge nur im Internet anzusehen. “Wir verkaufen im Winter weniger Verbrauchsgüter, dafür aber hin und wieder Produkte aus dem höherpreisigen Segment”, ergänzt Albers. “Im Sommer wird ja einfach viel aktiv geangelt – im Winter dann eher geschaut, mit welcher hochwertigen, neuen Rute man vielleicht in der nächsten Saison losziehen möchte.” Der Winter ist auch die Zeit der privaten Verkäufe, die vor allem im Internet stattfinden. “Wenn man seine alte Kiepe fast durchgängig während der Saison braucht, kann man sie schlecht verkaufen, um sich etwas Neues zu holen”, denkt Albers ganz pragmatisch.

Ein ganzes Stockwerk mit großer Auswahl – Ein solch breites Angebot wie bei Angelsport Grüppen gibt es in Deutschland nicht oft.
(Foto: Sascha Vennemann)

Kommen die freien und wärmeren Tage im Mai, decken sich die Angler vor allem wieder mit Materialien und Kleinteilen ein, die man ständig beim Fischen braucht. “Schnüre, Posen und Futter verkaufen wir jetzt oft, ebenso wie Raubfischköder und Haken – und natürlich Lebendköder”, zählt Schrovenwever die am Besten gehenden Produkte auf. Oft kämen die Angler direkt vor der ersten Tour zu ihnen, um sich zu versorgen. “Sobald das Wasser eine gewisse Temperatur erreicht hat, erwachen die Fische sozusagen aus dem Winterschlaf und fangen an zu fressen. Dann kann man einen guten Fang machen”, weiß Schrovenwever. “Anfang des Jahres war die Vechte für mich dahingehend das beste Gewässer in der Region.” Etliche Kilo Brassen in kurzer Zeit konnte er dort für sich verbuchen. Die Qualität des Flusses sei nach wie vor sehr gut. Barben sind dort wieder vereinzelnd zu finden, sogar ein Wels wurde gefangen. Außerdem ist die Vechte dieses Jahr zum Raubfischangeln freigegeben, ebenso wie alle Seen, die in den Zuständigkeitsbereich des Angelvereins Nordhorn fallen. Welches Gewässer wann für Raubfisch gesperrt ist, entscheiden die jeweiligen Vereine selbst. “Was in der Vechte ein wenig fehlt, ist der Kleinfisch”, bemängelt Schrovenwever, aber daran werde gearbeitet. “An einigen Stellen werden die alten Flussläufe wieder hergestellt, die Fließgeschwindigkeit wird reguliert, sodass die Laichplätze, vor allem Sandbänke, wieder besser genutzt werden können.”

Generelle Trends für die Saison vorauszusagen sei nicht so einfach. “Es herrscht derzeit wieder ein höheres Interesse daran, Barsche zu angeln”, stellt Albers fest. “Da hat die Vechte auch einen sehr guten Bestand”, ergänzt Schrovenwever. “Auch das Angeln per Method Feeder wird weiter kommen.” (Siehe dazu auch folgenden Artikel: Tag des Fisches – Angelsport Grüppen über “Method Feeder” und andere Angeltrends) Einige Angler entdeckten gerade auch ihre Leidenschaft für das Weißfischangeln und Stippen wieder, ebenfalls eine Angelart, die in den letzten Jahren eher zurückgegangen war. Befeuert wird auch das Raubfischangeln durch den Trend des mit wenig Ausrüstung auskommenden “Streetfishings” in gewässerreichen Großstädten. Diese Angelart habe auch durch das Internet immer weiter an Beliebtheit gewonnen und ermögliche ebenfalls einen kostengünstigen Einstieg in das Hobby.

Stichwort Internet: Die beiden Experten haben über die Jahre die Beobachtung gemacht, dass die Angler-Community dort immer mehr zusammengewachsen ist. “Da läuft viel über Facebook und einschlägige Foren. Gerade bei Facebook haben sich die verschiedenen unterschiedlichen Szenen, seien es nun Raubfischangler, Stipper oder Karpfenangler und so weiter, sehr gut vernetzt, kommen miteinander in Kontakt und halten sich über Neuerungen auf dem Laufenden.” Auch Angelsport Grüppen ist mit seiner Seite in den einschlägigen Gruppen unterwegs.

Doch diese Vernetzung hat nicht nur gute Seiten. “Durch veröffentlichte Bilder von geangelten Karpfen ist man sozusagen ständig mit dem Thema konfrontiert”, meint Albers. Dadurch sei auch ein Trend zu dieser Spielart des Sportfischens entstanden, was nicht geringe Probleme für den Anglernachwuchs bedeute: “Die Kinder und Jugendlichen sehen dort Angler mit großen Fischen und wollen das natürlich am Liebsten auch sofort machen, dabei ist das Karpfenangeln für Anfänger eher ungeeignet”, sind sich die beiden einig. Sie halten den klassischen Einstieg über das Weißfischangeln mit einer Stipp-Rute für die beste Art, sich mit dem Hobby vertraut zu machen. “So wie wir es früher gemacht haben: Erstmal ein paar Rotaugen angeln, dann später Brassen, um sich überhaupt mit den Fischen vertraut zu machen. Spezialisieren kann man sich dann später.” Und noch einen großen Nachteil bietet das Netz: die fehlenden Beratung, die es beim Fachhändler gibt. “Im Internet werden einem oft teure Ausrüstungen angeboten, die man eigentlich gar nicht braucht”, erzählt Schrovenwever. “Da geben Anfänger oft viel zu viel Geld aus, und wenn sie dann später die Lust verlieren, weil sie zwar eine tolle Ausstattung, aber wenig Ahnung vom Angeln haben, bleiben sie darauf sitzen.” Die Vorstellung, mit großen Haken und großen Ködern könne man auch große Fische fangen, müssen die Experten übereifrigen, jungen Anfängern des Öfteren erst einmal ausreden. Gerade für junge Angler sind die vermeintlich günstigen Angebote im Netz schwierig einzuschätzen. „Oft haben es Kinder und Jugendliche schwer, mit dieser Billigware vernünftig zu angeln“, meint Albers. „Deswegen versuchen wir den Jugendlichen mit einer guten Beratung genau die Ausrüstung zu verkaufen, die ihren Bedürfnissen entspricht.“

Lars Albers und Daniel Schrovenwever kümmern sich auch noch auf andere Weise um den Nachwuchs: Über die vom Nordhorner Angelsportverein angebotenen Ferienpass-Aktionen machen sie Kinder und Jugendliche mit dem Angelsport vertraut und setzen dabei darauf, den Anfängern alles von klein auf beizubringen. Auch sie haben natürlich die Situation verfolgt, dass auf Drängen der Tierrechtsorganisation PETA in Osnabrück Angel-Ferienpassaktionen abgesagt wurden. Dies sei für die Niedergrafschaft und Nordhorn allerdings kein Thema. “Die Vereine lassen sich da zum Glück nicht verunsichern”, freuen sich Albers und Schrovenwever. Angelsport Grüppen sponsort außerdem die Ferienpassaktionen in jedem Jahr durch attraktive Sachpreise für die Kinder.

Die Angelsport-Experten fiebern außerdem bereits jetzt dem großen “Maver Grüppen Cup 2017”, dem zum wiederholten Male stattfindenden Wettangeln mit den Größen der Szene in Emmen (NL), entgegen. Am 2. und 3. September 2017 kann dort nach Herzenslust auf Punkte und Gewicht geangelt werden. Alle Regeln dazu und die Formalitäten der ab sofort bereits möglichen Registrierung sind auf der Homepage von Angelsport Grüppen und der Facebook-Seite des Unternehmens zu finden. “Man sollte sich schnell einschreiben”, empfehlen Schrovenwever und Albers abschließend. “Die Plätze sind heiß begehrt und immer sehr flott ausreserviert.”

Grüppen

Geert Grüppen GmbH & Co. KG
Bahnhofstr. 10
49824 Emlichheim

Telefon: 05943/9300-47
Telefax: 05943/9300-55

E-Mail: angelsport@grueppen.de
Internet und Shop: http://www.grueppen-angelsport.de
Angelsport Grüppen bei Facebook: http://www.facebook.com/angelsportgrueppen

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